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Leben

Schlüssel zum Wissen der Welt

Blindenschrift lässt sich bis ins hohe Alter lernen

Mit den Händen lesen - Ältere Frau liest ein in Blindenschrift verfasstes Buch
Braille - Der Schlüssel zum Wissen der Welt | © WavebreakmediaMicro - Fotolia.com

Vor fast 200 Jahren erfand Louis Braille die nach ihm benannte Blindenschrift, die es heute Millionen blinden Menschen weltweit ermöglicht, jede nur erdenkliche Form von Text zu lesen und miteinander zu kommunizieren. Was erst spät erblindete Menschen oftmals nicht wissen: Die Braille-Schrift kann bis ins hohe Alter erlernt werden.

Nachlassendes Sehvermögen bedeutet für viele ältere Menchen den kaum zu verschmerzenden Verlust eines unserer wichtigsten Sinne. Nicht nur beim Einkaufen oder im Straßenverkehr – trotz Radio, Fernsehen für Sehbehinderte oder Screenreader im Internet: Gesunde Augen sind auch für den Medienkonsum und die Kommunikation nach wie vor wesentlich. Ein schwächer werdender Sehsinn führt oftmals zu einem Rückzug aus dem öffentlichen Leben, einem Verlust an Teilhabe.

Mit Braille-Schrift zu neuer Lebensqualität

Doch die Blindenschrift mit Zeichen aus 6 beziehungsweise 8 Punkten kann mit etwas Aufwand auch noch in späteren Jahren erfolgreich gelernt werden. Sie ist der Schlüssel zu vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Neben den Tausenden Büchern, die sich dank Braille sehbehinderten Menschen erschließen, gibt es in heutiger Zeit eine große Zahl von Alltagsdingen – vom Fahrstuhl und Bankautomat über Medikamentenverpackungen bis hin zum Telefon und Computer – die sich durch das Verständnis der Blindenschrift erschließen oder bedienen lassen.

Mit Sehschwäche durch den Alltag

Von der Körperpflege und Reinigung über das Einkaufen und Kochen bis zum Unterwegssein und Reisen. Eine Zusammenstellung mit lebenspraktischen Tricks zur Bewältigung des Alltags finden Sie beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. Eine Website mit wertvollen Tipps für Alterblinde und auch zu Braille führt die Christoffel-Blindenmission unter ma-ha-schulze.de.

Bereits als Dreijähriger durch einen Unfall erblindet, besuchte der wissbegierige Louis Braille ganz normal die Dorfschule und lernte später an einem der ersten Blindeninstitute in Paris. Die damals verwendete Reliefschrift, also ins Papier geprägte Buchstaben, waren jedoch nur schwer und sehr langsam mit den Fingern zu lesen, weshalb Braille die Idee eines französischen Offiziers aufgriff, der eine sogenannte „Nachtschrift“ oder „Sonographie“ entwickelt hatte, diese vereinfachte und als gerade mal 16-Jährigen seiner Mitwelt präsentierte.

Blindenschrift lernen kann jeder

Trotz aller technischen Errungenschaften ist und bleibt die Braille-Schrift für sehbehinderte Menschen alternativlos und ein unverzichtbarer Schlüssel zum Wissen der Welt. Auch für ältere Menschen kann das Erlernen der Schrift eine zunehmende Sehschwäche kompensieren.

Außerdem trainiert die Auseinandersetzung mit Braille das Gehirn, hält geistig fit und rege. Die Schrift ist aufgrund ihrer Systematik einfach zu erlernen, auch das flüssige Lesen ist nur eine Frage der Übung. Wer Bücher und Zeitschriften lesen möchte, kann sich auch noch mit der Deutschen Blindenkurzschrit befassen, die 1936 entwickelt wurde.

Sie sind auf der Suche nach einem ersten Einstieg in das Punktschriftalphabet? Die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) bietet deutschlandweit immer wieder Kurse an. Oder fragen Sie doch einmal in Ihrer örtlichen Volkshochschule nach!

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