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Wohnen - Smart Home - Teil 2

Günstiges Smart Home für Senioren

Wie Sie sich mit vorhandener Technik den Alltag einfacher gestalten

Mann am Wanddisplay zur Steuerung seines Smart Homes
Ein altes Tablet als zentrale Steuerung | © Halfpoint - stock.adobe.com

Der Einstieg in die Welt des Smart Homes muss keine teure Angelegenheit sein. Was viele nicht wissen: Zumindest die Grundausstattung, die Steuerungszentrale für ein intelligent vernetztes Heim findet sich bereits in fast jedem dritten deutschen Haushalt. Eine gute Gelegenheit, sich dem Thema Smart Home ohne große Investitionskosten zu nähern.

Die Gerätekombination aus Modem und Router der Berliner Firma AVM erfreut sich seit der ersten Vorstellung auf der CeBIT 2004 einer großen Beliebtheit, was nicht zuletzt am stetig wachsenden Funktionsumfang und den Erweiterungsmöglichkeiten dank einer regen Community liegt. Die sogenannte Fritzbox bringt längst nicht mehr nur das Internet ins Haus, sondern bietet neben einem klassischen Heimnetzwerk auch Server-Funktionalität und Telefonie.

Die Fritzbox als Brücke zum Smart Home

Mit der Integration von Telefonie und des Funkstandards für Schnurlostelefone namens DECT war auch der Grundstein für den Gebrauch der Fritzbox als Smart-Home-Zentrale gelegt. Denn über diesen Standard werden nicht nur Telefongespräche zwischen Basis und Mobilteil übertragen. Inzwischen kommuniziert das kleine weiß-rote Kästchen darüber auch mit Heizkörperthermostaten, schaltbaren Steckdosen, LED-Leuchten, Wandschaltern und Sensoren.

Damit das möglichst energiesparsam funktioniert, wurde für den in die Jahre gekommenen DECT-Standard 2013 die Variante Ultra Low Energy, kurz ULE, vorgestellt – mit drastischer Reduktion der benötigten Energie. So halten beispielsweise die zwei Mignon-Zellen im Heizkörperthermostat Fritz DECT 301 ganze zwei Jahre, auch wenn sich Fritzbox und Thermostat regelmäßig per DECT-ULE-Funk synchronisieren.

Mit der Integration dieses Funkstandards übernimmt die Fritzbox also die Aufgabe der sogenannten Bridge, der Brücke oder Steuerzentrale, ohne die kein Smart Home heute auskommt. Der Vorteil dieser Kombination aus Modem/Router und Bridge: Sie sparen sich den Kauf überflüssiger Hardware, Sie sparen sich Platz und aufs Jahr gerechnet einiges an Strom. Zumindest solange das Fritz-Universum Ihren Ansprüchen an ein Smart Home genügt.

Smart-Home-Steckdosen – Automatisch Schalten und walten

Eines der zentralen Anliegen für Nutzer eines Smart Homes ist sicherlich das automatische Schalten von Steckdosen. Ein häufig strapaziertes Beispiel ist hier die Kaffeemaschine, die dem gestressten Frühaufsteher per Zeitschaltuhr pünklich um 6 Uhr frisch gebrühten Kaffee anbieten kann. Älteren Semestern wird dieser Anwendungsfall kaum mehr als ein müdes Lächeln entlocken.

Smart-Home-Steckdose für das automatische Schalten

Und die schaltbare Steckdose namens FRITZ!DECT 200 kann auch weit mehr, als werktags kurz vor sechs den Strom einzuschalten. In Sachen Timing bietet die Steckdose komplexe Regeln für einen Zufallsmodus, Kalendersynchronisation, Schalten nach Sonnenauf- oder untergang, bei einem bestimmten Geräusch wie Klatschen oder auch bei plötzlich eintretender Stille. So ist zum Beispiel der Anwendungsfall denkbar, das akkustische Signal einer Türklingel oder des Telefons mittels schaltbarer Steckdose für schwerhörige Menschen in ein Lichtsignal zu übertragen und beispielsweise parallel zur Klingel eine Stehlampe zu aktivieren, um auf das Läuten quasi multimedial aufmerksam zu machen.

Selbst der Stromverbrauch kann eine Reaktion der intelligenten Steckdose auslösen. Befindet sich die Waschmaschine auf einem anderen Stockwerk, beispielsweise im Keller, so lässt sich diese, um Strom zu sparen, direkt nach Beenden des Waschgangs automatisch abschalten. Gleichzeitig kann eine Erinnerungsnachricht an ein Smartphone versandt werden, sodass Personen mit Bewegungseinschränkungen keine unnötigen Treppen gehen müssen, um nachzusehen, wann die Wäsche endlich fertig ist.

Die intelligenten Steckdosen sparen auch unnötige Wege, wenn Stehlampen oder Lichterketten an- oder abgeschaltet werden sollen. Für den Einsatz im Außenbereich gibt es die FRITZ!DECT 210 mit Spritzwasserschutz (IP 44), sodass zum Beispiel auch die Weihnachtsbeleuchtung im Garten ohne eigenes Zutun exakt zur Dämmerung eingeschaltet wird.

Smart-Home-Licht – Von kuschelig warm bis energetisierend

Angenehmes Licht sorgt nicht nur in der Winterzeit für gemütliche Atmosphäre. Mit der LED-Lampe FRITZ!DECT 500 können Sie die Helligkeit in Ihren Räumen je nach Stimmung stufenlos dimmen und in der Farbtemperatur anpassen. Die Leuchte des Berliner Herstellers deckt von 2700 Kelvin, also klassischem Glühlampenlicht, bis 6500 Kelvin, nahezu Tageslichtweiß, ein breites Sprektrum beruhigender bis energetisierender Lichttemperaturen ab.

Anstatt einzelne Lampen zu schalten, ist es Ihnen mit einem Smart Home möglich, mehrere Leuchten zu einer Szenerie zusammenzufassen und mit einem einzigen Knopfdruck ein- oder auszuschalten oder je nach Tageszeit in der Farbtemperatur zu nuancieren. Gerade Senioren spart das vernetzte Haus viele Wege.

Smart-Home-Heizen – Wärme, wann und wo man sie braucht

Eines der aus Kostensicht interessantesten Funktionen ist sicherlich die automatisierte Regulierung der Heizenergie. Experten gehen von einem Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent aus, denn die intelligenten Thermostate namens FRITZ!DECT 301 steuern die Temperatur individuell für jeden Raum und jede Uhrzeit. So können Sie das Bad nur zu den tatsächlich relevanten Tageszeiten auf kuschelige Temperaturen hochfahren und die Wärme außerhalb dieser Zeitfenster auf ein Mindestmaß reduzieren. Wenn Sie bei der Definition einen gewissen zeitlichen Vorlauf mit einkalkulieren, ist das Bad bereits angenehm warm, obwohl Sie gerade erst aufgestanden sind.

Die Thermostate lassen sich für außerplanmäßige Wünsche natürlich auch weiterhin von Hand bedienen und reagieren auch relativ zuverlässig auf geöffnete Fenster, indem sie bei unerwartet kalter Luft die Ventile für einen festgelegten Zeitraum komplett schließen. Für eine absolut verlässliche Erkennung geöffneter Fenster oder Türen sind jedoch eigenständige Sensoren an entsprechender Stelle notwendig.

Intelligente Heizkörperthermostate für das Smart Home

Kompatibilität zu anderen Smart-Home-Geräteherstellern

Leider bietet AVM bislang keine eigenen Fühler, welche das Öffnen von Türen und Fenstern mit einhundertprozentiger Zuverlässigkeit registrieren. Und gerade die etwas älteren Heizkörperthermostate FRITZ!DECT 300 wissen selten, wann genau gelüftet wird und wann sie deshalb die Heizung komplett herunterschalten sollen. Abhilfe schafft der herstellerübergreifende Standard Home Area Network Functional Protocol (HAN-FUN), wodurch Sie auch fremde Geräte, wie beispielsweise die Bewegungsmelder und Fenster-/Türkontakte der Telekom in das Gerätenetzwerk von AVM einbinden können.

Noch ist die Zahl der kompatiblen Geräte und Funktionen gering, doch es werden immer mehr. Die Steuerung der Heizkörper in Abhängigkeit von eigens installierten Fenstersensoren ist inzwischen ohne Probleme möglich.

Achtung Alarm – Angehörige im Notfall informieren

Ein Smart Home soll aber nicht nur den Wohnkomfort erhöhen, sondern auch zu mehr Sicherheit beitragen. Im Vergleich zu anderen Herstellern ist das Smart Home des Berliner Herstellers hier etwas schwach aufgestellt. Zwar lassen sich Einbrecher beim Öffnen der Fenster, Türen oder beim Aktivieren eines Bewegungsmelders mittels automatisch geschaltetem Licht und Geräuschen abschrecken. Es können sogar automatisiert Nachrichten abgesetzt werden. Doch was ist, wenn dem Bewohner selbst etwas passiert? Die Fritzbox kann in frei wählbaren Intervallen E-Mails mit Statusmeldungen zu Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf an eine beliebige Adresse versenden. Allerdings helfen die Logs im akuten Notfall sehr wenig. Auch eine eventuell eingebundene IP-Kamera muss natürlich aktiv beobachtet werden, um im Notfall reagieren zu können.

Die Funktaster FRITZ!DECT 400 und 450 lassen sich zumindest so konfigurieren, dass bei Tastendruck eine Nachricht an Angehörige verschickt wird. Die Taster können an einem beliebigen, möglichst zentralen Ort in der Wohnung platziert oder auch in der Tasche getragen werden und sind so im Fall der Fälle schnell zur Hand. Sicherer und komfortabler ist hier aber eindeutig ein Smarter Lautsprecher oder ein echter Hausnotruf.

Steuerung über Browser, App, Telefon oder Button

Eingerichtet und konfiguriert werden sämtliche Funktionen des Smart Homes über den Browser, auf den man aus Sicherheitsgründen nur Zugriff hat, wenn man sich mit Computer oder Telefon im gleichen Netzwerk befindet. Die Steuerung funktioniert anschließend …

  • per Smartphone App
  • über das herstellereigene FRITZ!Fon
  • mittels der erwähnten Funktaster FRITZ!DECT 400 und 440
  • oder wird an den Geräten selbst geregelt.

Für den Smarten Lautsprecher Alexa gibt es einen inoffiziellen Skill, der die Bedienung von Schaltsteckdosen und Heizkörperthermostaten aus dem Fritz-Universum möglich macht. Sofern von außen auf das Smart Home zugegriffen werden soll, hält AVM außerdem eine in Sachen Sicherheit vorbildliche Lösung als Fernzugriff bereit.

Fazit zum Einstieg ins Smart Home

Der Gerätezoo des Herstellers AVM bildet alle wesentlichen Funktionen eines echten Smart Homes ab. Vor allem in Sachen Datenschutz und -sicherheit ist AVM seinen meist cloudbasierten Wettbewerbern mehr als eine Nasenlänge voraus. Da in vielen Haushalten bereits eine Fritzbox zu finden ist, fällt der Einstieg in die Welt des Smart Homes hier besonders leicht. Die Installation ist nicht immer selbsterklärend, durch den Verzicht auf eine Cloud-Lösung aber besonders sicher. Und auch wenn noch die ein oder andere Funktion fehlen sollte, ist durch den geräteübergreifenden Standard HAN-FUN die Einbindung AVM-fremder Geräte grundsätzlich möglich und verspricht eine gewisse Zukunftsfähigkeit.

Ein Hausnotruf, der es beispielsweise Angehörigen ermöglicht, im Notfall für zu betreuende Personen da zu sein, ist nur rudimentär umsetzbar und keinesfalls verlässlich. Hier sollten sich Pflegende nur auf spezialisierte Dienstleister verlassen. Um beispielsweise pflegenden Kindern die Fernwartung der elterlichen Wohnung zu erleichtern, dafür ist das System ganz klar ausgereift.

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