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Leben

Optische Sehhilfen

Praktische Alltagshelfer für Menschen mit Sehbehinderung

Optische Sehhilfen - Frau mit elektrisch beleuchteter Standlupe vor dem Laptop
Standlupe für die Bildschirmarbeit - © marcinmaslowski - stock.adobe.com

Das Leben mit einer Sehbehinderung ist für viele Menschen ein echter Hindernislauf. Dabei gibt es inzwischen ein unüberschaubares Arsenal an Werkzeugen, die das tägliche Leben sehbehinderter Menschen erleichtern. Wir haben uns speziell die optischen Alltagshelfer vorgenommen und stellen diese hier vor.

Erste Untersuchungen zu den Brechungsgesetzen der Optik wurden bereits in der Antike gemacht. Auch ist überliefert, dass Archimedes 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung einen Kristall zur Sehkorrektur getragen haben soll. Seine Erfindung fand jedoch keine weitere Verbreitung, auch wenn sich die Lupenwirkung bestimmter Glaskörper herumsprach. Knapp anderthalbtausend Jahre später sollte der erste Lesestein aus Bergkirstall in einem Kloster geschliffen worden sein. Kurz darauf, im 14. Jahrhundert, folgte die Erfindung der Brille. Heute gibt es ein unüberschaubares Meer an Lesehilfen. Die optischen Werkzeuge zur Vergrößerung zu kleiner Dinge gehören neben den modernen Geräten aus dem digitalen Bereich nach wie vor zu den beliebtesten Helfern, um sich im Alltag eine lesenden Gesellschaft zurechtzufinden.

Optische Sehhilfen für den Nahbereich

Lupen für den Alltagsgebrauch

Nicht nur sehbehinderte Menschen schätzen die einfache Vergrößerung kleinster Details. Seien es Becherlupen für die Schätze aus Wald und Garten oder simple Vergrößerungsgläser zum Entziffern von Beipackzetteln und kontrastarmer Angaben auf elektronischen Kleinteilen – Lupen finden sich in fast jedem Haushalt. Anders als diese günstigen Cent-Artikel haben Lupen für sehbehinderte Menschen aufwendig geschliffene und vergütete Gläser mit nur geringen Verzerrungen, Spiegelungen und Farbfehlern. Als Taschen- oder Handlupen sind sie in der eigenen Wohnung genauso schnell griffbereit wie unterwegs. Es gibt eine große Zahl von Spielarten:

  1. Handlupen
  2. Taschenlupen
  3. Aufsetzlupen / Hellfeldlupen / Lesesteine
  4. Standlupen
  5. Lupenbrillen

Ihnen allen gemeinsam ist ihr Gebrauch. Sie erreichen eine 1,5- bis 15-fache Vergrößerung, bieten mitunter integrierte Beleuchtungen und dienen zum schnellen und unkomplizierten Entziffern selbst kleiner Beschriftungen wie von Anleitungen, Fahrplänen oder auch Zeitungsartikeln und Büchern.

Lupen für ermüdungsfreies Lesen

Zum längeren Lesen sind vor allem die Aufsetzlupen und Standlupen geeignet. Erstere werden direkt auf das Papier gelegt und ermöglichen durch die Auflage der Linse auf den Text ein extrem ruhiges Bild. Durch die Linse wird nicht nur der Text vergrößert, sondern auch das Umgebungslicht gebündelt, woraus ein sehr helles Lesefeld resultiert. Als Lesestab können Hellfeldlupen ganze Textzeilen auf einmal vergrößern, was bei gleichförmigen Textgrößen wie A4-Blättern oder Büchern praktisch ist – und besonders bei Tabellen.

Standlupen sind dagegen sperriger, bieten durch den großen Abstand zum Tisch jedoch mehr Freiraum für Arm und Hände und können deshalb auch zum Schreiben und für handwerkliche Tätigkeiten genutzt werden. Sie werden fest am Tisch montiert und über einen flexiblen Schwenkarm justiert. Ihr großer Linsendurchmesser und die oft eingebaute Beleuchtung machen ihren Gebrauch vielseitig, allerdings bieten sie einen vergleichsweise geringen Vergrößerungsfaktor von maximal 2,5.

Lupenbrillen bei der Hausarbeit

Nicht alle Arbeiten lassen sich an einem Tisch erledigen oder man braucht beide Hände frei. Hier kommen Lupenbrillen ins Spiel, die auch unterwegs im Laden bei der Entschlüsselung des Kleingedruckten gute Hilfe leisten. Als Lupenbrillen gelten Lesebrillen mit über 4 Dioptrien und einer bis zu 15-fachen Vergrößerung. Gegenüber anderen Lupen haben sie das mit Abstand größte Sehfeld, was die Orientierung erleichtert. Bis zu einer 3-fachen Vergrößerung können für das Stereosehen auch beide Augen einbezogen werden, darüberhinaus ist die vergrößerte Sicht nur noch mit einem Auge möglich.

Lupenbrillen können in mehreren Stärken gefertigt werden und erlauben so mehrere Sehdistanzen wie bei einer Gleitsichtbrille, beispielsweise mit einer normalen Weitsehstärke und zwei weiteren unterschiedlichen Vergrößerungen. Nachteil bei Lupenbrillen ist der geringe Abstand zum Gegenstand, was unter Umständen zu schwierigen Lichtverhältnissen führt.

Fernrohrlupen für den Hobbybereich

Fernrohrlupen haben große Ähnlichkeiten mit den Fernrohrbrillen, jedoch wird bei diesen eine Lupe auf der Brille befestigt. Sie eignen sich speziell für die Vergrößerung im Nahbereich. Anders als Lupenbrillen erlauben sie einen etwas größeren Sehabstand, was sie für handwerkliche Tätigkeiten im Profi- und Hobbybereich prädestiniert.

Optische Sehhilfen für den Fernbereich

Monokulare und Ferngläser für unterwegs

Auch hierbei handelt es sich teils um handelsübliche Hilfsmittel, um Dinge aus der Ferne optisch nah heranzuholen. Klassische Ferngläser vergrößern weit entfernte Straßenschilder, Anzeigentafeln, Hausnummern etc. Der Gebrauch ist meist geläufig und fällt vielen leichter als die Nutzung eines Monokulars, bei dem nur mit einem Auge geschaut wird. Andererseits sind letztere deutlich handlicher und bieten einen größeren Fokusbereich von unendlich bis unter einem halben Meter, was auch Vergrößerungen nächstegelegener Dinge erlaubt. Außerdem lässt sich ein Monokular mit der Vergrößerungsleistung von Brillen oder Lupen kombinieren. Damit ist es eines der vielseitigsten Hilfsmittel für unterwegs.

Fernrohrbrillen

Sie sind besonders praktisch, wenn etwas für längere Zeit, zum Beispiel eine Theatervorstellung, ein Fußballspiel oder der heimische Fernseher vergrößert betrachtet werden soll. Durch den hohen Grad der Vergrößerung (2- bis 10-fach) verschlechtert sich natürlich auch hier die allgemeine Orientierung, weshalb Fernrohrbrillen nur in Ruhe und nicht während des Gehens genutzt werden können.

Kantenfiltergläser

Eine besondere Form der optischen Sehhilfen sind Kantenfiltergläser, die als eigenständige Brille getragen oder auf eine vorhandene Brille gesteckt werden können. Von Laien oftmals als reiner Sonneschutz verkannt, filtern diese einen Teil des Farbspektrums und erhöhen so den Kontrast des wahrgenommenen Bildes. Menschen mit einer Sehbehinderung nehmen so Unterschiede in der Helligkeit besser war. Das Bild wirkt klarer, auch wenn es farblich verfälscht wird.

Für ein Stück mehr Lebensqualität

Gut achtzig Prozent der menschlichen Wahrnehmung passiert über das Auge. Ist dieses Sinnesorgan beeinträchtigt, sind Informationsaustausch, Mobilität, soziales Leben und viele andere Bereiche des täglichen Lebens mehr oder weniger beeinträchtigt. Abhilfe schaffen Sehhilfen, die auch von der Pflegekasse bezuschusst werden. Generell kann der Arzt zeitgleich Hilfsmittel sowohl für den Nah- wie für den Fernbereich verordnen, da diese unterschiedliche Bedarfe decken. Es liegt also bei Bezuschussung einer Standlupe und zudem einer Fernrohrbrille keine Doppelversorgung vor.

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