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Gesundheit

Pflege und Hilfe im Alltag: Ab wann brauche ich Unterstützung von anderen?

Viele Menschen benötigen im Alter Pflege und Hilfe. | © Photographee.eu – stock.adobe.com

Wir leben länger und werden somit auch älter. Zudem steigt mit dem Alter die Anzahl der Jahre, in denen Menschen pflegebedürftig sind, sowie die Ernsthaftigkeit der Erkrankungen, an denen sie leiden. Beispielsweise ist laut statistischen Angaben ein Wachstum an Demenzfällen zu erwarten – bis 2050 soll sich anhand von Prognosen die Anzahl der Demenzkranken europaweit verdoppeln.

Wo früher in den meisten Fällen häusliche Pflege noch möglich war, muss sich heute ein professionelles Team um die Pflegebedürftigen kümmern. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die auch im hohen Alter allein leben und problemlos Alltagstätigkeiten meistern. Derzeit liegt das Alter, in dem Senioren pflegebedürftig werden, im Schnitt bei 82 Jahren.

Verlust der Mobilität und Selbständigkeit im Alter als schwieriger Wendepunkt

Bewegungseinschränkungen sind der häufigste Grund für die Pflegebedürftigkeit. Da immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen, wächst auch die Anzahl Senioren, deren Mobilität eingeschränkt ist. Sich eingestehen zu müssen, dass man vieles nicht mehr selbst bewältigen kann wie früher, ist für die meisten Menschen schmerzhaft.

Mit zunehmendem Alter nehmen Spannkraft und Elastizität der Muskeln ab, außerdem kommt es zu Problemen mit dem Gleichgewichtssinn und der Feinmotorik. Das Gehirn verarbeitet neue Eindrücke viel langsamer, sodass vormals selbstverständliche Aufgaben nur noch mit äußerster Mühe zu schaffen sind. Krankheiten wie Parkinson oder Arthrose, an denen viele Senioren leiden, wirken sich direkt auf den Bewegungsapparat aus.

Mit der Zeit fällt es Betroffenen immer schwerer, sich im Alltag zurechtzufinden. Der Verlust ihrer Mobilität ist für viele ältere Menschen ein Wendepunkt, an dem sie erkennen, dass sie ohne Hilfe nicht mehr zurechtkommen.

Arthrose als Ursache für Bewegungseinschränkungen

Unter Arthrose versteht man den Verschleiß und die nachfolgende Versteifung der Gelenke. Am häufigsten betroffen sind Knie und Hüfte. Wird rechtzeitig mit einer Therapie begonnen, lässt sich der Gelenkverschleiß hinauszögern. Heilbar ist Arthrose jedoch nicht.

Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, wird es für Betroffene unter Umständen schwierig bis unmöglich, alltägliche Aufgaben wahrzunehmen. Selbst das Gehen bereitet Schmerzen, vom Treppensteigen ganz zu schweigen.

Parkinson und Bewegungseinschränkungen

Parkinson ist eine Krankheit, bei der aufgrund von Veränderungen im Hirn Gehirnzellen absterben. Diese Gehirnzellen regeln die Produktion von Dopamin, dem „Wohlfühlhormon“, das unter anderem die Bewegungen steuert.

Bei einem Dopaminmangel kommt es zu einer Reihe von Symptomen wie Zittern und zu Sprachstörungen, die Muskeln sind steif. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto schwerer fallen Betroffenen feinmotorische Aufgaben wie Zähneputzen und Schreiben. Die Koordination ist beeinträchtigt, Patienten verheddern sich beim Gehen. Da Parkinson unheilbar ist, zielt die Behandlung auf eine Abmilderung der Symptome ab.

Wie offenbaren sich Bewegungseinschränkungen im Alltag?

Wenn ältere Menschen an einer Gangstörung leiden, ist dies in der Regel ein Symptom einer Erkrankung wie Parkinson oder Multiple Sklerose. Dabei sind Gangmuster und -geschwindigkeit gestört. Als Folge kann es zu Stürzen kommen. Folgende Auslöser für Stürze kommen oft vor:

  • häufige Sturzerfahrung
  • Muskelschwäche
  • gestörter Gleichgewichtssinn
  • Schwindelgefühle
  • Seheinschränkungen
  • Arthrose
  • Gicht
  • Einfluss von Arzneimitteln

Welches sind die häufigsten Herausforderungen im Alltag?

Viele Senioren bemerken, dass sie körperlich nicht mehr in der Lage sind, einfachen Alltagstätigkeiten uneingeschränkt nachzugehen. Außerdem nehmen auch die kognitiven Fähigkeiten ab: Man wird vergesslich oder hat Mühe, einfache Zusammenhänge zu verstehen. So wird beispielsweise das Treppensteigen zu einer unüberwindbaren körperlichen Hürde, neue Technologien lassen sich nicht erfassen.

Oftmals kommt es zu einem Teufelskreis, denn die zunehmenden Bewegungseinschränkungen führen dazu, dass sich Senioren weniger bewegen. Dabei kann gerade regelmäßige Bewegung den Bewegungseinschränkungen entgegenwirken.

Mit abnehmender Muskelkraft steigt das Sturzrisiko. Nicht selten kommt es vor, dass Senioren stürzen und nicht mehr selbständig aufstehen können. Eine einzige Sturzerfahrung kann dazu führen, dass sich der Betroffene in den eigenen vier Wänden einschließt. Die Angst, erneut zu stürzen, ist allzu hoch. Darüber hinaus kommen nur sehr wenige ältere Menschen mit der modernden Lebensweise zurecht. Dass heutzutage vieles online erledigt wird, stellt für Senioren nach wie vor eine große Herausforderung dar.

Oftmals sind es gerade Kleinigkeiten, die viel Kraft kosten. Viele Senioren versuchen, ihr Leben wie gewohnt zu leben und die „Fassade“ aufrechtzuerhalten. Sie möchten weder sich selbst noch dem sozialen Umfeld eingestehen, dass sie Hilfe benötigen. Hinzu kommt, dass Familienmitglieder, Freunde und Bekannte die betroffene Person nicht brüskieren möchten und sich deshalb zurückhalten. Obwohl viele Menschen gern helfen würden, zögern sie, ihre Unterstützung anzubieten.

Seniorin geht die Treppen hinauf

Durch altersbedingte Bewegungseinschränkungen wird das Treppensteigen zur Herausforderung. | © pikselstock – stock.adobe.com

Welche sind die häufigsten Hürden, sich Hilfe zu suchen?

Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Senioren werden von Angehörigen versorgt. Doch nicht jede pflegebedürftige Person hat Menschen im Umfeld, die in der Lage sind, Hilfe zu leisten. Kinder und Enkel leben oftmals weit entfernt oder befinden sich selbst in einer schwierigen Situation.

Gerade einsame Senioren rutschen oft durch die Maschen und verzichten darauf, rechtzeitig um Unterstützung zu bitten. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Ältere Menschen, die im Ruhestand sind, verlieren schnell ihre sozialen Kompetenzen und empfinden es als mühsam, mit anderen in Kontakt zu treten.

Viele Senioren schämen sich, um Hilfe zu bitten. Dies ist gerade dann der Fall, wenn die Person früher immer unabhängig und nur auf sich selbst gestellt war. Plötzlich auf andere angewiesen zu sein, ist vor allem eine psychologische Herausforderung.

Unsere Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, nur diejenigen Menschen zu akzeptieren, die ihr einen „Nutzen“ bringen. Da die Gesundheit als Voraussetzung für ein aktives Leben gilt, ist der Verlust dieses Attributes besonders schwerwiegend. Ältere Menschen haben daher oft das Gefühl, der Gesellschaft zur Last zu fallen. Senioren möchten nach wie vor ihre Autonomie behalten – selbst dann, wenn sie in vielen Bereichen auf Hilfe angewiesen sind.

Ein weiterer Faktor ist das Bild, das sich viele Senioren von der Pflege machen – und das ist alles andere als positiv. Sie fürchten, dass sie, sobald sie um Hilfe bitten, in ein Pflegeheim gesteckt werden. Dabei ist dies ganz und gar nicht der Fall, denn die Pflege kann auch durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgen, wobei der Umfang der Leistungen von Patient zu Patient verschieden ist.

In Deutschland gibt es ein gut ausgebautes Hilfenetz für Senioren. Zahlreiche Dienste und Hilfseinrichtungen bieten ihre Unterstützung an, die von einfachen Aufgaben wie Einkaufen bis hin zur 24-Stunden-Pflege zu Hause reichen. Sie können sich auch Hilfe im Haushalt holen, wenn sie mit Aufgaben wie Kochen oder Putzen überfordert sind.

Frau spricht mit älterem Mann

Wer im Alter auf Hilfe angewiesen ist, muss nicht automatisch in ein Pflegeheim. Der ambulante Pflegedienst übernimmt die erforderlichen Aufgaben. | © fizkes – stock.adobe.com

Nüchtern betrachtet: In welchen Bereichen ist Hilfe nötig – was kann noch selbst erledigt werden?

Viele Senioren kommen trotz eines hohen Alters im Alltag nach wie vor gut zurecht und können viele Aufgaben selbst erledigen. Deshalb muss die Pflege individuell erfolgen, denn die Unterschiede zwischen den Patienten sind zu groß.

Manche pflegebedürftigen Menschen benötigen generell nur sehr wenig Hilfe. Geht es um Aufgaben wie das Einkaufen, können sie sich mit den Nachbarn absprechen. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, sich die Einkäufe direkt nach Hause liefern lassen.

Allerdings ist dies nicht für alle Senioren der Fall, denn bei vielen älteren Menschen liegen Bewegungseinschränkungen vor. Dann wird es unter Umständen unmöglich, die eigene Wohnung zu verlassen. Betroffene brauchen hier deutlich mehr Hilfe.

Besteht eine Sturzgefahr, sollte ein Pflegedienst eingeschaltet werden. Dieser kann in den folgenden Bereichen Hilfe leisten:

  • einkaufen, kochen, saubermachen und andere hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • waschen, duschen, kämmen, rasieren, Zahnpflege
  • Nahrungsaufnahme und -zubereitung
  • aufstehen, zu Bett gehen, an- und auskleiden, Treppen steigen

Welche Angebote zur Unterstützung gibt es?

Pflegebedürftige Senioren sollten bei der Pflegekasse einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen. Pflegekassen sind bei den Krankenkassen eingerichtet. Welche Leistungen eine pflegebedürftige Person erhält, hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab.

Dieser richtet sich nach der noch vorhandenen Selbständigkeit der Person. Je nach Situation übernehmen Angehörige oder ein Pflegedienst die Pflege. Wenn Privatpersonen die Pflege übernehmen, zahlt die Kasse ein Pflegegeld. Betroffene erhalten Hilfe in sämtlichen Bereichen, in denen sie nicht mehr allein zurechtkommen.

Wie wird der Pflegegrad ermittelt?

Insgesamt gibt es fünf Pflegegrade, wobei der jeweilige Pflegegrad anhand mehrerer Module ermittelt wird. Der Begutachter nimmt sechs verschiedene Bereiche unter die Lupe:

  • Mobilität
  • kommunikative und kognitive Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen
  • Selbstversorgung
  • selbständiger Umgang und Bewältigung mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und Vorhandensein sozialer Kontakte

Bei der Antragstellung wird die Selbständigkeit des Betroffenen in sämtlichen Bereichen untersucht. Wer weitgehend selbständig ist und nur sehr wenig Hilfe benötigt, erhält den Pflegegrad 1.

Fazit

Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, und zwar für immer längere Zeit. Wo es früher noch gang und gäbe war, dass man zu Hause von Angehörigen gepflegt wurde, nehmen Senioren vermehrt die Leistungen von Pflegediensten in Anspruch. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Angehörige aufgrund des Pflegegrades mit der Pflege überfordert sind.

Allerdings gibt es auch viele ältere Menschen, die ganz auf sich allein gestellt sind. In der Regel ist es den meisten Senioren unangenehm, sich selbst und anderen gegenüber einzugestehen, dass sie Hilfe benötigen. Bewegungseinschränkungen zählen zu den häufigsten Ursachen für einen Pflegegrad.

Im Alter sind die Muskeln schwächer, das Koordinationsvermögen ist im Regelfall beeinträchtigt. Deshalb kommt es nicht selten zu Stürzen. Bei Erkrankungen wie Arthrose oder Parkinson haben Betroffene Schwierigkeiten, sich fortzubewegen oder Treppen hinauf- und hinabzusteigen. Alltagsaufgaben wie das Einkaufen und Putzen werden zu Herausforderungen, die sich kaum bewältigen lassen.

Die meisten Senioren ziehen es vor, trotz gewisser Einschränkungen in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Hier kommen ambulante Pflegedienste ins Spiel, die den Betroffenen gezielte Hilfe leisten. Die angebotenen Hilfeleistungen sind von Fall zu Fall verschieden und müssen individuell an jeden Patienten angepasst werden.

 

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